Der „Wald in der Tasse“-Tee

Wir alle kennen den wunderbaren Geruch der Nadelbäume, vor allem, wenn wir die Äste für die Dekoration des weihnächtlichen Hauses zuschneiden. 

Aus (selbst gesammelten) Fichten- und Tannennadeln kann man zudem einen köstlichen Tee zubereiten. 

Die ätherischen Öle der Nadeln erweitern wohltuend die Atemwege – bereits wenn wir am Tee riechen. Auf die Bronchialschleimhaut wirkt Fichtennadelöl sekretlösend, auswurffördernd und antimikrobiell. 

Wie bereitet man einen „Wald in der Tasse“-Tee zu?

Benötigt wird ein frisches Zweiglein Fichte oder Tanne, welches mit den Nadelspitzen voran in eine Tasse gestellt und mit heissem Wasser übergossen wird. Einige Minuten (ca. 5-7 Min.) ziehen lassen. Gesüsst wird der Tee vorzugsweise mit Honig.

Nun ist der „Wald in der Tasse“-Tee bereit zum Geniessen. 

Eine Vorratshaltung von Tannen, bzw. Fichtenzweigen erübrigt sich, denn diese immergrünen Zweiglein kann man ganzjährlich ernten. 

Auf was muss man besonders achten?

  • Wichtig ist, dass der für Tee verwendete Zweig nicht gespritzt wurde. Ebenso sollte man diesen Tee bei Asthma und Keuchhusten nicht trinken. 

  • Es besteht eine gewisse Verwechslungsgefahr mit der giftigen Eibe. Als kleine Hilfe erkläre ich euch einige wichtige Unterscheidungsmerkmale: 

Fichte: Die eher steifen Nadeln sind zugespitzt und stechen und sind am Zweig rundherum angeordnet. Das Holz der Zweiglein ist braun. Die Fichte wirft ihre Zapfen (welche unter dem Zweig hängen) als Ganzes ab. Wenn also unter einem Baum Zapfen liegen, kann davon ausgegangen werden, dass es sich um eine Fichte handelt. Die Rinde ist hellbraun, mit zunehmendem Alter rötlichgrau bis rotbraun mit rundlichen Schuppen.

Tanne: Tannennadeln stechen nicht. Die Oberseite der parallel angeordneten Tannennadeln ist dunkelgrün, die Unterseite besitzt 2 weissliche bis blauweissliche Streifen (daher der Name des Nadelstreifen-Anzugs), an der Spitze eingekerbt und weich. Das Holz der Zweiglein ist braun. Die Tanne wirft ihre (auf dem Ast stehenden) Zapfen nicht ab, sondern nur die Samen derselben. Die Spindeln der Zapfen bleiben am Zweig stehen. Die Rinde ist weissgrau, glatt bei jungen Exemplaren, bei älteren Bäumen aufgeplatzt und rau.

Eibe: Die Nadeln stechen nicht. Die Oberseite der Eibennadel ist dunkelgrün, die Unterseite ist hellgrün. Das Holz der Zweiglein ist grün, und nur bei älteren Ästen kann es auch braun sein. Eine Eibe wächst sehr variabel, die je nach Standort als Baum oder Strauch wächst. Die Eibe fällt durch ihre Samen mit rotem, fleischigen Samenmantel auf. Die Rinde ist dünn, rotbraun und besitzt kleine Schuppen. 

Seid ihr jetzt noch immer unsicher, kann vielleicht folgender Spruch zur Unterscheidung helfen:

„Die Fichte sticht, die Tanne (und die Eibe) nicht“. 

So macht ihr euch sicherheitshalber nur auf die Suche nach einem stechenden Exemplar. Und liegen dann noch Zapfen unter dem Baum am Boden – seid ihr doppelt sicher. 

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