Bauchschmerzen

Kirschkerne bei Bauchschmerzen

Mögliche Ursachen von Bauchschmerzen

Organische, psychische Ursachen oder fehlerhafte Ernährung – bei Säuglingen die Umstellung auf Nahrung an sich – können den Beschwerden zugrunde liegen. Bei Kindern können Stress, Überforderung und Ängste ebenfalls Bauchschmerzen auslösen. Hier sind Wickel ideal, sie helfen zu entspannen und zur Ruhe zu kommen. Kleinere Kinder können einen körperlichen Schmerz noch nicht differenziert lokalisieren, deshalb können „Bauchschmerzen“ also durchaus auch Kopfschmerzen, Beinschmerzen (zB. Wachstumsschmerzen) oder sonst etwas sein.

Häufig liegt bei Bauchschmerzen eine Obstipation (Verstopfung) zugrunde. Hier hilft Wärme und Entspannung durch Wickel und Kompressen oder eine Bauchmassage zur Anregung der Darmtätigkeit. Zudem sollte auf ballaststoffreiche Ernährung, genügende Wasseraufnahme und viel Bewegung geachtet werden.

Auszug aus dem Buch „Wickel und Kompressen für Kinder“ von wickelbox, Autorin Rahel Domenig, Naturheilpraktikerin

Behandlungsmöglichkeiten von Bauchschmerzen

Das Kirschkernkissen

Die einfachste warme Kompresse ist wohl das Kirschkernkissen. Kirschkerne können die Wärme optimal speichern und eignen sich daher sehr gut zum Auflegen. Für meine Kinder und auch für mich ein nicht mehr wegzudenkendes Allerheilkissen! Bei Bauchschmerzen, aber auch gegen Verspannungen, bei Erkältung oder einfach zum Kuscheln wenn es draussen eisig kalt ist.

Die Bauchmassage

Eine gute, wirksame Möglichkeit, Blähungen zu verringern ist sicher die Bauchmassage. Im Film haben Sie 3 verschiedene Massagebewegungen gesehen. Diese können einzeln oder in Kombination ausgeführt werden. Wichtig ist jedoch, im Uhrzeigersinn und mit langsamen, sanften Bewegungen zu massieren. Wärmen Sie vorgängig das Öl in Ihren Händen an und achten Sie darauf, dass Ihr Kind warm genug hat. Nach der Massage kann ein Bauchwickel mit Rohwolle und Wickelband oder ein aufgelegtes Kirschkernkissen zusätzliche Entspannung bringen.

Link zum Film der Bauchmassage auf Instagram

Bewegung

Turnen und Bewegen hilft ausserdem, die Blähungen «auszuleiten». Bei meinen Babys hat sich vielfach bewährt, dass ich sie beim Baden wiederholt am Wannenrand abstossen liess… Dieses Hin-und-Her-Schaukeln (vielleicht bei einem Lied «Schiffli-fahre uf em See» oder so?) hat zudem Spass gemacht.

Tee

Bei Säuglingen (und natürlich auch bei grösseren Kindern) hilft Fencheltee. Stillende Mütter können gerne auch Fenchel-, Anis- oder Kümmeltee trinken, die Wirkstoffe gehen via Muttermilch zum Kind über.

Leinsamen/Flohsamen

Grössere Kinder, welche wegen Verstopfung Bauchschmerzen haben, profitieren z.B. von Leinsamen oder Flohsamen. Hier ist auf eine genügende Flüssigkeitszufuhr zu achten, damit das Ganze nicht gegenteilig wirkt. Daher immer nach der Einnahme von Leinsamen oder Flohsamen ein grosses Glas Wasser trinken lassen.

Trockenobst

2 Stück Trockenobst (Pflaumen oder Feigen) werden über Nacht in einem Glas Wasser eingeweicht. Am folgenden Morgen kann das Kind das Einweichwasser mit dem Obst trinken bzw. essen. Dies bewährt sich vor allem bei einer Einnahme über einige Wochen.

 

Mehr Tipps und Anwendungen in unserem Buch «Wickel und Kompressen für Kinder» oder in der Anleitung in unserer Säuglings-Wickelbox.

Buch Anleitung Wickel und Kompressen für Kinder