Die grosse Brennnessel

die Brennnessel

Die Brennnessel brennt – sagt ja auch bereits ihr Name…

  • Brennt es beim Wasserlassen, kann Brennnessel helfen. Aufgrund ihres hohen Kaliumgehaltes besitzt die Brennnessel einen harntreibenden Effekt. Sie wird deshalb als Durchspülungstherapie bei entzündlichen Erkrankungen der ableitenden Harnwege verwendet.
  • Kraut und Samen wirken vitalisierend bei Erschöpfungszuständen, in der Rekonvaleszenz und im Wochenbett.
  • Sie gilt als guter Bodenverbesserer im Garten: eine Brennnesseljauche ist in Wasser angesetztes und der Gärung ausgesetztes Brennesselkraut. Eine Brennnesseljauche ist sehr einfach herzustellen und äusserst wirkungsvoll.

Darreichungsformen von Brennnessel

Brennnesselpräparate kommen in verschiedenen Formen daher. Als Tee, Tinktur (zB Ceres), Saft, getrocknete Samen zum direkt essen, als Extrakt, als Dragée oder Kapseln, in Form von Shampoos zur Vitalisierung der Kopfhaut etc. Man kann Brennnesseln auch sehr gut in Salaten oder Suppen geniessen, bevor man sie jedoch erntet, am Besten Handschuhe anziehen.

Zu guter Letzt eine etwas radikale, eher selten praktizierte Therapieform:

Die Brennnessel brennt und deshalb fördert sie die Durchblutung auf der Haut und den tieferen Organbezirken. Die sogenannte Urtikation wird nur noch selten durchgeführt. Hierfür schlägt man ein Strauss Brennnesseln an 2-3 aufeinanderfolgenden Tagen auf die schmerzende Region. Das Nesselgift ruft eine starke Durchblutung hervor, welche ihrerseits ein starkes Wärmegefühl hervorruft. Anschliessend wäscht man die behandelte Region während 2-3 Tagen am Besten nicht mehr, damit das intensive, wohltuende Wärmegefühl nicht wieder brennend wird.
Schmerzgeplagte Arthrotiker und vom Hexenschuss (oder bei Ischiasbeschwerden) Geplagte profitieren von einer solchen Therapie.
Ich selber habe es aber ‚noch‘ nicht gewagt.

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