Die Wirkung von Wickel und Kompressen beruht auf einem Zusammenspiel von drei Faktoren:

Temperatur

Temperatur Wirkung Wickel

Kalte/kühle oder warme/heisse Wickel wirken lokal an der Auflagestelle. Oder die Wirkung erfolgt über Nervenbahnen via Rückenmark bis zu den inneren Organen. Als Beispiel einer Organwirkung dient hier exemplarisch eine Bauchkompresse, welche Blähungen reduziert, indem sie sowohl lokal die Muskeln entspannen kann wie auch von der Auflagestelle via Nervenbahnen über das Rückenmark den Darm innerviert und so Blähungen zu verringern vermag. 

Je nachdem, ob kalte/kühle, heisse/temperierte Anwendungen verwendet werden, fällt die Wirkung unterschiedlich aus.

Substanz

Kurse

Je nach verwendeter Substanz zeigt sich eine unterschiedliche, spezifische Wirkung. 

Wickelzusätze können z.B. getrocknete Pflanzen sein (Blüten, Blätter, Wurzeln), Hydrolate, sog. Pflanzenwässer, Pflanzenöle, Öle angereichert mit ätherischen Ölen, frische Produkte wie Quark, Zwiebeln, Zitronen etc. 

Ebenso eignen sich Zusätze wie Bienenwachs, Rohwolle oder auch Wasser pur. Diese Aufzählung ist natürlich nicht vollständig. Es gibt natürlich noch viele andere Substanzen, welche als Wickel angewendet werden können. 

Feuchte Wickel und Kompressen können die Substanzwirkung schneller und tiefer über die Haut in den Körper bringen als trockene Anwendungen. 

 

Psychosozialer Aspekt

Psychosoziale Wirkung Wickel

Die Zuwendung und Aufmerksamkeit, welche das Kind durch die Wickelanwendung erhält, fördern neben den oben genannten Wirkungsweisen auch das Wohlbefinden. Ein ideales Umfeld zur Genesung entsteht, der Krankheitsverlauf wird positiv beeinflusst.

Die Wahl der Temperatur, der Substanz und die Dauer der Anwendung ist je nach Wickelempfänger und Thema unterschiedlich.

Die eigene Wickelapotheke

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