Wenn die Geburt endlich geschafft ist, gilt es oftmals, die Geburtsverletzungen zu pflegen.
In jedem Fall ist die Geburt eines Kindes ein überwältigendes Erlebnis!
Häufig wird eine Geburt als sehr schön beschrieben – das ist gut und stärkt das Vertrauen in deinen Körper, welcher so etwas Grossartiges schaffen kann – ob es nun eine vaginale oder eine Bauch-Geburt ist!
Ohne dir Angst machen zu wollen ist es doch gut, schon einmal davon gehört zu haben, dass nach der Geburt die Schmerzen oftmals nicht „überstanden“ – dies in Bezug auf die Wehenschmerzen – sind, sondern in unterschiedlicher Form auftreten können. Manche Frauen spüren Nachwehen. Andere Frauen erleben den Milcheinschuss als schmerzhaft oder leiden an Verletzungen der Brustwarzen durch das Stillen. Wieder andere haben eine Geburtswunde, welche gepflegt werden muss. Nach einer Bauchgeburt kann die Bauchnaht sehr schmerzhaft sein – jedoch nicht in jedem Fall. Leider kommen auch seelische Wunden vor, welche einer angepassten Pflege bedürfen.
Unter einer vaginalen Geburt kann es vorkommen, dass durch die starke Dehnung am Damm, den Schamlippen und allen anderen Gewebestrukturen, das Gewebe stellenweise einreisst. Manchmal wird von der Geburtshelfer*in sogar entschieden, einen Dammschnitt zu vollziehen, damit das Kind besser passieren kann. Solche „kleinen“ Verletzungen geschehen sehr häufig, sie werden teilweise genäht und verheilen in der Regel problemlos. Sie können aber in den ersten Stunden und Tagen nach der Geburt noch schmerzen und das Sitzen und den Toilettengang durchaus beeinträchtigen.
Wenn du nachgeburtliche Schmerzen kennst, kannst du wahrscheinlich bestätigen, dass das beste Schmerzmittel dein Kind ist. Vergiss nie, dass du dieses wunderbare Geschöpf mit deinem Körper monatelang beschützt, getragen und schlussendlich geboren hast. Das ist eine riesige Leistung!
Mama-Böxli

Entspannende, wohltuende, lindernde und pflegende Anwendungen und Pflegeprodukte. Kurz-Wellness-Tipps, Entspannungsmöglichkeiten und Informationen für Mamas, Papas etc. — weiterlesen
Wickel-Wissen zu Geburtsverletzungen
Schon gewusst, dass…
es möglich ist, das Risiko einer Geburtsverletzung zu vermindern? Beckenbodentraining, Dammmassage in den letzten Wochen vor der Geburt und feucht-heisse Kompressen unter der Geburt werden hierfür empfohlen.
Kommt es zu einer Verletzung, kann sie in den Stunden und Tagen nach der Geburt mit einer kühlenden Kompresse behandelt werden. Diese hilft gegen Schmerzen und mögliche Schwellungen und unterstützt so die Heilung. Wir geben den Frauen auf der Wochenbettabteilung sogenannte Eisfinger als stark kühlende Massnahme. Was auch sehr geschätzt wird, sind Arnika-Frischpflanzentüchlein. Die Tüchlein kühlen und lindern ausserdem durch die phytotherapeutische Wirkung von Arnika die Schmerzen. Beides kann ganz einfach auf die Wochenbettbinde gelegt werden. Als schmerzlindernde und desinfizierende Massnahme ohne Kühlung empfehlen wir ein paar Tropfen Lavendelöl auf die Binde zu geben, nebst der angenehmen Wirkung auf das verletzte Gewebe mögen die Frauen oftmals den feinen Duft.
Eine Dammverletzung ist sehr nah am Schliessmuskel des Anus, sie kann unterschiedlich ausgeprägt sein und somit den Stuhlgang mehr oder weniger stören. In diesem Fall ist es nach der Geburt hilfreich, Mittel einzunehmen, welche den Stuhl erweichen und so den Toilettengang erleichtern. Getrocknete, in Wasser eingelegte Pflaumen, Leinsamen mit viel Flüssigkeit, allgemein viel Trinken oder Laxantien (Medikamente, die abführend wirken) sind empfehlenswert.
Arnika-Kompresse bei Geburtsverletzungen

Das Arnika-Frischpflanzentüchlein ist eine tolle Kompresse, nicht zuletzt, weil sie so einfach anzuwenden ist. Gerade im Wochenbett muss es einfach und schnell gehen, wenns um die Selbstpflege geht. Stimmt doch, oder?
Material:
Arnika-Frischpflanzentüchlein
Damenbinde/Slipeinlage
Durchführung:
Tüchlein aus der Verpackung nehmen, ev. halbieren, entsprechend falten und auf die Binde legen. Fertig.
Dauer und Häufigkeit:
2-3x pro Tag, zwischen zwei Toilettengängen. Dazwischen auch mal keine Pflegeprodukte anwenden. Wenn möglich dem Intimbereich zwischendurch Luft geben (ideal wäre dann untenrum nackt zu sein), nicht gleichzeitig mit anderen Pflegeprodukten kombinieren.